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Der Pilot muss, sich nur auf die Anweisungen des Winchoperators verlassend, den Hubschrauber genau über der Einsatzstelle halten - ggf. auch bei Starkwind und miserablen Wetterbedingungen. Und: Die Instrumente können langsame Driftbewegungen des Hubschraubers in der Regel nicht anzeigen.

Der Winchoperator hingegen muss sowohl Hindernisse für den Hubschrauber als auch die Personen an der Winde im Auge behalten und das Manöver koordinieren. Zur Personenrettung wird grundsätzlich ein Crewmitglied mittels Winde zum Opfer herabgelassen. Der Retter legt dem Opfer die entsprechende Ausrüstung an bzw. hängt die Trage an die Winde.


Einsatz der Rettungswinde

Nicht nur bei Einsätzen in unwegsamem Terrain, sondern auch bei Einsätzen auf Schornsteinen oder auf Baukränen wird die Rettungswinde von "Christoph 27" benötigt. Damit die Crews von "Christoph 27" für solche Einsätze richtig vorbereitet sind findet zwei Mal pro Jahr eine Rettungswindenübung für die Notärzte und Rettungsassistenten des Luftrettungszentrums statt. Die Windenschulungen werden in Zusammenarbeit mit der Bergwacht und der Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Nürnberg durchgeführt.


Dann gibt er dem Piloten das Kommando zum Aufwinchen. Dabei wird nicht das Windenseil über den Motor der Winde heraufgezogen, vielmehr lässt der Pilot seine Maschine langsam steigen.

Der Grund: Beim Hovern werden die Leistungsreserven des Hubschraubers stark gefordert. Der Pilot muss deshalb beim Steigflug im Rahmen des sogenannten Power-Checks durch einen Blick auf den Torque-Anzeiger und die übrigen Instrumente prüfen, ob der Hubschrauber die Last zu tragen imstande ist. Sonst können ein Durchsacken der Maschine, anderweitige Turbulenzen oder Materialschaden die Folge sein. Sobald der Pilot den "Power-Check" mit "OK" bestätigt, kann das Aufwinchen beginnen.